Andreas Kümmert & Band

22. Nov 2017

Recovery Case - Zusatzkonzerte

Andreas Kümmert & Band Recovery Case - Zusatzkonzerte

Andreas Kümmert zerschmettert die herrschende Vorstellung dessen, was einPopstar zu tun und zu sein hat. Der 28-jährige aus Gemünden am Main hat dasbislang wichtigste Album seiner Karriere aufgenommen. “Here I Am” ist geschultam Blues, Rock und Soul einer längst vergangenen Zeit – und getragen von einertatsächlich einzigartigen Stimme.Andreas Kümmert war noch nicht einmal geboren, als seine Vorbilder wie BobDylan, Richie Havens, Frank Zappa, Sly Stone, Jim Morrison oder Ray Charlesihre künstlerische Hochzeit erlebten. Trotzdem transportiert er das Gefühl jenerÄra wie kaum ein anderer Künstler kongenial in die Neuzeit. Er atmet den Geistder Zeit, als Blues und Folk, R&B und Rock wie selbstverständlich auf einerBühne koexistierten; vermeintliche Gegensätze zwischen so genannter“schwarzer” und “weißer” lösen sich in purer Seelenmusik, sobald er ein Mikrofonzur Hand nimmt.Den ersten Kontakt mit Musik hatte Kümmert über seinen Vater, einensemiprofessionellen Trompeter. Der hatte ein Musikzimmer, in das er sich oftstundenlang zurückzog, um Platten von den Eagles, Boston oder Black Sabbathzu studieren. Der kleine Andreas setzte sich gerne dazu und hörte mit. Er hat bisheute nicht aufgehört.Die Leidenschaft für die Musik ist der rote Faden in der an Brüchen nicht ebenarmen Geschichte des Schulabbrechers und bekennenden Querdenkers AndreasKümmert. Als er sich einst seine erste Kassette aussuchen durfte, griff erinstinktiv zu einem Album von Guns N’ Roses. Er fraß das Tape förmlich auf, bises sich nicht mehr abspielen ließ, fasziniert von der Energie im Sound und denEmotionen im Gesang. “Bei dem Song ‘November Rain’ habe ich geweint”,erinnert er sich, “obwohl ich natürlich kein einziges Wort verstanden habe.”Eher zufällig kam er irgendwann in den Besitz eines Schlagzeuges und begannsofort darauf herumzuhämmern. Sein Vater entschloss sich schwerenMusikerherzens, den Lärm zu erdulden und den Sohn zu fördern. Aber Andreasverschliss gleich vier Schlagzeuglehrer, weil er schlicht “keinen Bock” hatte,Noten zu lernen. Auch erste Gehversuche in der lokalen Blaskapelle waren nichtvon dauerhaftem Erfolg. Andreas färbte sich lieber die Haare blau und gründetemit einem Kumpel eine Punk-Band. Wann immer der nicht hinsah, schredderte erheimlich auf dessen Gitarre herum und schaffte sich im Selbststudium daslegendäre “Unplugged”-Album von Nirvana drauf. Es folgten weitere Bands unddiverse NachwuchspreiseKümmert ist sich auch nach den bemerkenswerten Siegen von “TheVoice of Germany” in 2013 oder seinem Sieg beim deutschen “EurovisonVorentscheid” 2015 treu geblieben. Er hatte eine Karriere vor dem Fernsehenund er wird auch danach eine haben. Es mag wie ein Klischee klingen, aber ihmging es tatsächlich nie um Ruhm, sondern stets nur um die Musik. “Ich denke,dass Musik etwas Magisches ist. Deswegen kann ich auch nicht näher erklären,was ich tue. Ich folge einfach meinem Bauchgefühl und tue das, was ich fürrichtig halte.” Glaubt man dem Bauchgefühl seiner zahlreichen Fans, dann kanner damit so falsch nicht liegen.

***Support: Spielman In Bad Company***

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